Gastauftritt im Frankfurter „Tatort“

Plötzlich am Set

Manche Dinge kann man nicht planen. In diesem Fall erreicht mich eine Freundin im Mai 2025, sie fragt was ich am Donnerstag mache. Es stellt sich raus, sie sucht Statisten für einen Tatort, bei dem sie Regieassistenz macht.

Kurz nachgefragt, worum es geht und dann entschieden: klar, da mach ich mit!
Die Komfortzone verlassen, das Alltägliche hinter sich zu lassen – das ist es ja gerade, was das Leben spannend macht.

Schon wenige Tage später finde ich mit am Set des Frankfurter Tatorts wieder, mit Edin Hasanovic in der Hauptrolle. Und treffe ihn sogar kurz.

Bild: HR/ARD Degeto Film/Sommerhaus/Tatiana Vdovenko

echte Journalisten
als Fake-Journalisten

Vor Ort noch eine Überraschung: ich bin nicht der Einzige vom ZDF in dieser ARD-Produktion. Auch heute-Moderator Christopher Wehrmann ist als Journalist vor Ort. Und 3 Kollegen vom hr. Genau wie ich stellen sie dem Angeklagten und seinem Verteidiger kritische Fragen, als diese das Gericht verlassen.

In Wirklichkeit drehen wir vor der Frankfurter Börse, der Vorplatz ist für den kompletten Tag extra abgesperrt. Die Polizei ist vor Ort und besteht genauso aus Statisten wie die über 50 Protestierenden, die Plakate hochhalten und Gerechtigkeit fordern.

Eine imposante Szenerie, bei der Rick Ostermann führt. Immer wieder drehen wir dieselbe Szene, aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Erst gegen 18 Uhr abends ist alles im Kasten, die Sonne verschwindet schon langsam hinter den Hochhäusern.

Edin hat an diesem Tag drehfrei, kommt aber kurz vorbei und crasht zwei Takes, in dem er sich als Reporter zwischen uns schleust und den Darstellern zusätzliche ungeplante Fragen stellt. Ein schöner Moment, der zeigt, wie wichtig auch für Vollprofis eine gute Stimmung am Set ist.

Premiere
am Sonntag!

Die KollegInnen und ich hatten viel Spaß am Set und eines kann ich sagen: ich war beeindruckt, wie viel akribische Arbeit hinter wenigen Minuten Spielfilm stecken.

Die Hauptdarstellerin an diesem Tag war Seyneb Saleh, die man aus vielen Filmen und vom Theater kennt. Sie hat sich erst während des Drehs ausgedacht, dass es cool wäre, an die Scheibe des Wagens zu spucken, in der der Beschuldigte sitzt. Das musste sie dann natürlich bei jedem Take wieder machen – über 10 mal.

Fotos sind am Set nicht gerne gesehen, deswegen gibt es hier nur zwei von mir, die nichts verraten. Zu sehen ist der ganze Tatort am Sonntag, den 22.03.26 um 20:15 Uhr im ERSTEN und in der ARD Mediathek.

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